Werkstatt für Kerzenherstellung

Die Werkstatt liegt in einem ruhigen Industriegebiet am Stadtrand. Von außen wirkt sie unscheinbar – ein Backsteinbau mit großen Fenstern. Drinnen riecht es nach Wachs und Holz.

Alles begann vor sieben Jahren mit einer einfachen Frage: Warum riechen moderne Kerzen so chemisch? Die Antwort führte zu einer jahrelangen Beschäftigung mit Wachsarten, Dochten und Brennverhalten.

Heute entstehen hier täglich Kerzen, die anders sind. Nicht schneller produziert, nicht günstiger – aber ehrlicher. Jedes Stück wird von Hand gegossen. Jeder Docht wird einzeln geschnitten. Jede Kerze braucht ihre Zeit zum Aushärten.

Arbeitsprozess in der Kerzenwerkstatt

Das Team besteht aus vier Personen. Alle haben unterschiedliche Hintergründe – eine gelernte Apothekerin, ein ehemaliger Schreiner, eine Chemikerin und ein Produktdesigner. Was sie verbindet: die Überzeugung, dass Handwerk Präzision braucht.

Die Materialien stammen aus der Region. Bienenwachs von Imkern aus Brandenburg und Sachsen. Sojawachs aus kontrolliert biologischem Anbau in Süddeutschland. Rapswachs von Höfen, die seit Generationen im Familienbesitz sind.

Kein Material wird verschwendet. Reste werden eingeschmolzen und wiederverwendet. Fehlgüsse werden analysiert, um den Prozess zu verbessern. Verpackungen bestehen aus recyceltem Papier.

Warum wir das tun

Es geht nicht darum, den Markt zu revolutionieren. Es geht darum, eine Alternative anzubieten. Für Menschen, die wissen möchten, was sie anzünden. Die bereit sind, etwas mehr zu zahlen, wenn dafür die Qualität stimmt.

Jede verkaufte Kerze finanziert die nächste Charge Rohmaterial. Jeder Workshop bringt neue Erkenntnisse. Jedes Feedback hilft, das Produkt weiterzuentwickeln.

Das ist kein großes Geschäft. Es ist eine Werkstatt, in der Menschen arbeiten, die ihr Handwerk ernst nehmen.